Carlisle IntelliFlow RM2 Benutzerhandbuch

Typ
Benutzerhandbuch
BENUTZERHANDBUCH
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IntelliFlow RM2 Nieder-und Mitteldruck-
Standard-und Säurekatalysator Systeme
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INHALT
SICHERHEIT 5-9
Sicherheitsvorkehrungen .................................................................................................................................... 5
Gefährdungen/Sicherheitsmaßnahmen ............................................................................................................ 6-9
EU-KONFORMITÄT 10-11
EU-Konformitätserklärung ................................................................................................................................ 10
Zusätzliche Sicherheitsinformationen ................................................................................................................11
EINFÜHRUNG 13-33
Kennung des RM2-Niederdrucksystems ............................................................................................................. 13
Einführung ......................................................................................................................................................14
Merkmale (Niederdruck) ..................................................................................................................................14
Systemkomponenten (Niederdruck) .................................................................................................................. 15
Systemkonguration (Niederdruck) ...................................................................................................................17
Funktionstheorie (Niederdruck) ........................................................................................................................18
Kennung des RM2-Mitteldrucksystems ..............................................................................................................21
Einführung ......................................................................................................................................................22
Merkmale (Mitteldruck) ....................................................................................................................................22
Systemkomponenten (Mitteldruck) .................................................................................................................... 23
Systemkonguration (Mitteldruck) ....................................................................................................................25
Funktionstheorie (Mitteldruck) ..........................................................................................................................26
RM2-Hauptluft-, Pistolenspül – und Zerstäubungsluftanschlüsse ..........................................................................28
Vollständige Nummerierung der Systemteile ......................................................................................................29
Technische Daten (Niederdruck) .......................................................................................................................30
Technische Daten (Mitteldruck) ........................................................................................................................31
Abmessungen der Wandhalterung .................................................................................................................... 32
Abmessungen des Bodenständers (optional) ..................................................................................................... 33
INSTALLATION 35-50
Elektrisch (Niederdruck) ...................................................................................................................................35
Pneumatik (Niederdruck) .................................................................................................................................36
Lackmaterialien (Niederdruck) ..........................................................................................................................39
Entsorgungsinformationen (Niederdruck) ..........................................................................................................40
Elektrisch (Mitteldruck) .................................................................................................................................... 41
Pneumatik (Mitteldruck) ...................................................................................................................................42
Lackmaterialien (mittlerer Druck) ......................................................................................................................45
Entsorgungsinformationen (Mitteldruck) ............................................................................................................46
RM2 Cloud-Setup ............................................................................................................................................47
BETRIEB 51-86
Einschalten des Systems ..................................................................................................................................51
Benutzeroberächenhandbuch .........................................................................................................................51
Startup-Anleitung ............................................................................................................................................ 77
INHALT
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INHALT (Forts.)
BETRIEB (Forts.)
Tagesgeschäft .................................................................................................................................................80
Betrieb der Dosierpumpe ................................................................................................................................. 84
Durchussmesser ............................................................................................................................................85
Mehrfarbige Statuslichtfunktionen .....................................................................................................................87
WARTUNG, FEHLERBEHEBUNG & ERSATZTEILE 88-175
Alarm-Fehlerbehebung (Niederdruck)................................................................................................................ 88
Einführung ......................................................................................................................................................93
Fehlerbehebung bei der Abgabepumpe (niedriger Druck) ................................................................................... 93
Referenz zum Anschluss des Niederdruck-Magnetventils ..................................................................................... 94
Fehlerbehebung bei Alarmen (mittlerer Druck) .................................................................................................. 96
Reinigungsverfahren bei Stromausfall ............................................................................................................... 99
Referenz zum Anschluss des Mitteldruck-Magnetventils .....................................................................................100
Fehlerbehebung bei Standard-Durchussmessern .............................................................................................102
Fehlerbehebung beim Säurekatalysator-Durchussmesser .................................................................................104
Wartungsverfahren .........................................................................................................................................106
Vorbeugende Wartung ....................................................................................................................................107
Inspektionsplan ..............................................................................................................................................109
Komponentenansicht und Ersatzteile, Niederdruck ............................................................................................110
Komponentenansicht und Ersatzteile, Standardkatalysator, Mitteldruck ...............................................................118
Komponentenansicht und Ersatzteile, Säurekatalysator, Mitteldruck ....................................................................124
Elektrische Schaltpläne (Niederdruck) ..............................................................................................................130
Elektrische Schaltpläne (Mitteldruck) ................................................................................................................154
SPS-DATENTABELLE 176
ZUSAMMENFASSUNG DER MANUELLEN ÄNDERUNGEN 179
GARANTIEBESTIMMUNGEN 180
INHALT
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NOTIZ
Hinweis: Weist auf Informationen hin, die als
wichtig erachtet werden, aber keine Gefahr
darstellen.
SICHERHEIT
WARNUNG
WARNUNG! Weist auf eine gefährliche Situation
hin, die, wenn sie nicht vermieden wird, zum Tod
oder zu schweren Verletzungen führen kann.
VORSICHT
Vorsicht!: Weist auf eine gefährliche Situation
hin, die, wenn sie nicht vermieden wird, zu
leichten oder mittelschweren Verletzungen oder
Geräteschäden führen kann.
SICHERHEIT
WARNUNG
Die auf den folgenden Seiten dargestellten
Gefahren können bei der normalen Verwendung
dieses Geräts auftreten.
Reparaturen dürfen nur von durch Carlisle
Fluid Technologies autorisiertem Personal
durchgeführt werden.
WARNUNG
Tder Benutzer MUSS den Abschnitt "Sicherheit"
in diesem Handbuch und die darin angegebene
Sicherheitsliteratur lesen und sich mit ihr vertraut
machen.
Dieses Gerät darf nur von geschultem Personal
verwendet werden NUR.
Dieses Handbuch MUSS gelesen und gründlich
verstanden werden von ALLEN personal,
das dieses Gerät bedient, reinigt oder
wartet! Es sollte besonders darauf geachtet
werden, dass die WARNHINWEISE und die
Sicherheitsvorschriften für den Betrieb und die
Wartung des Geräts beachtet werden.
Der Benutzer sollte folgende Punkte kennen
und befolgen ALLE örtlichen Bau – und
Brandschutzvorschriften und Verordnungen
sowie die NFPA 33 UND EN 16985
SICHERHEITSSTANDARDS, LETZTE
AUSGABE, oder die Sicherheitsnormen des
jeweiligen Landes beachten, bevor dieses Gerät
installiert, betrieben und/oder gewartet wird.
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SICHERHEIT
BEREICH
Gibt an, wo Gefahren
auftreten können
GEFAHREN
Gibt an, worin die Gefahr
besteht
SCHUTZMASSNAHMEN
Gibt an, wie man die Gefahr vermeiden kann
Sprühbereich Brandgefahr
Unsachgemäße oder
unzureichende Betriebs – und
Wartungsverfahren stellen
eine Brandgefahr dar.
Der Schutz gegen
unbeabsichtigte Lichtbögen,
die einen Brand oder eine
Explosion verursachen
können, geht verloren,
wenn während des Betriebs
Sicherheitsverriegelungen
deaktiviert werden.
Häuges Abschalten der
Stromversorgung oder des
Controllers weist auf ein
Problem im System hin, das
behoben werden muss.
Im Sprühbereich müssen Feuerlöschgeräte vorhanden
sein, die regelmäßig getestet werden.
Die Sprühbereiche müssen sauber gehalten werden,
um die Ansammlung von brennbaren Rückständen zu
vermeiden.
Im Sprühbereich darf nicht geraucht werden.
Die Hochspannungsversorgung des Zerstäubers muss
vor der Reinigung, Spülung oder Wartung abgeschaltet
werden.
Die Belüftung der Spritzkabine muss den Anforderungen
von NFPA 33, EN 16985, den nationalen und örtlichen
Vorschriften entsprechen. Außerdem muss die Belüftung
bei Reinigungsarbeiten mit entzündlichen oder
brennbaren Lösungsmitteln aufrechterhalten werden.
Elektrostatische Überschläge müssen verhindert werden.
Zwischen den zu beschichtenden Teilen und dem
Applikator muss ein sicherer Funkenabstand eingehalten
werden. Ein Abstand von 1 Zoll (25 mm) pro 10 kV
Ausgangsspannung ist immer erforderlich.
Nur in Bereichen testen, die frei von brennbarem
Material sind.
Für die Prüfung kann es erforderlich sein, die
Hochspannung einzuschalten, aber nur wie
vorgeschrieben.
Nicht werkseitig hergestellte Ersatzteile oder nicht
genehmigte Änderungen am Gerät können zu Bränden
oder Verletzungen führen.
Falls verwendet, ist die Umgehung des Schlüsselschalters
nur für den Einrichtungsbetrieb vorgesehen.
Die Produktion sollte niemals mit deaktivierten
Sicherheitsverriegelungen durchgeführt werden.
Der Lackierprozess und die Ausrüstung sollten in
Übereinstimmung mit NFPA 33, NEC, OSHA, lokalen,
nationalen und europäischen Gesundheits – und
Sicherheitsnormen eingerichtet und betrieben werden.
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DE SICHERHEIT
BEREICH
Gibt an, wo die
Gefahr auftreten kann
GEFÄHRDUNG
Gibt an, worin die Gefahr
besteht
SCHUTZMASSNAHMEN
Gibt an, wie man die Gefahr vermeiden kann
Sprühbereich Explosionsgefahr
Unsachgemäße oder
unzureichende Betriebs – und
Wartungsverfahren stellen
eine Brandgefahr dar.
Der Schutz gegen
unbeabsichtigte Lichtbögen,
die einen Brand oder eine
Explosion verursachen
können, geht verloren,
wenn während des Betriebs
Sicherheitsverriegelungen
deaktiviert werden.
Häuges Abschalten der
Stromversorgung oder des
Controllers weist auf ein
Problem im System hin, das
behoben werden muss.
Elektrostatische Überschläge müssen verhindert werden.
Zwischen den zu beschichtenden Teilen und dem
Applikator muss ein sicherer Funkenabstand eingehalten
werden. Ein Abstand von 1 Zoll (25 mm) pro 10 kV
Ausgangsspannung ist immer erforderlich.
Sofern nicht ausdrücklich für den Einsatz in
explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen, müssen
alle elektrischen Geräte gemäß NFPA 33 außerhalb
der explosionsgefährdeten Bereiche oder der
entsprechenden Bezirksvorschriften aufgestellt werden.
Testen Sie nur in Bereichen, die frei von entammbaren
oder brennbaren Materialien sind.
Die Stromüberlastungsempndlichkeit (falls
vorhanden) MUSS wie im entsprechenden Abschnitt
des Gerätehandbuchs beschrieben eingestellt werden.
Der Schutz gegen unbeabsichtigte Lichtbögen, die
einen Brand oder eine Explosion verursachen können,
geht verloren, wenn die Stromüberlastempndlichkeit
nicht richtig eingestellt ist. Häuges Abschalten der
Stromversorgung weist auf ein Problem im System hin,
das behoben werden muss.
Schalten Sie vor dem Spülen, Reinigen oder Arbeiten
an den Geräten des Sprühsystems immer die
Stromversorgung des Bedienfelds aus.
Vergewissern Sie sich vor dem Einschalten der
Hochspannung, dass sich keine Gegenstände innerhalb
des sicheren Funkenabstands benden.
Vergewissern Sie sich, dass das Bedienfeld gemäß
NFPA-33, EN 16985 mit dem Lüftungssystem und dem
Förderer verriegelt ist.
Halten Sie Feuerlöschgeräte bereit, die regelmäßig
getestet werden.
Allgemeine
Verwendung und
Wartung
Unsachgemäße Bedienung
oder Wartung kann eine
Gefahr darstellen.
Das Personal muss im
Umgang mit diesem Gerät
entsprechend geschult sein.
Das Personal muss gemäß den Anforderungen von NFPA
33 geschult werden.
Die Anweisungen und Sicherheitsvorkehrungen müssen
vor der Verwendung dieses Geräts gelesen und
verstanden werden.
Halten Sie sich an die entsprechenden örtlichen,
staatlichen und nationalen Vorschriften für Belüftung,
Brandschutz, Betriebswartung und Haushaltsführung.
Beziehen Sie sich auf OSHA, NFPA 33, EN-Normen und
die Anforderungen Ihrer Versicherungsgesellschaft.
SICHERHEIT
BEREICH
Gibt an, wo die
Gefahr auftreten kann
GEFÄHRDUNG
Gibt an, worin die Gefahr
besteht
SCHUTZMASSNAHMEN
Gibt an, wie man die Gefahr vermeiden kann
Sprühbereich /
Hochspannungsausrüstung
Elektrische Entladung
Es gibt ein
Hochspannungsgerät,
das auf nicht geerdeten
Gegenständen eine
elektrische Ladung erzeugen
kann, die in der Lage ist,
Beschichtungsmaterialien zu
entzünden.
Eine unzureichende Erdung
führt zu einer Funkenbildung.
Ein Funke kann viele
Beschichtungsmaterialien
entzünden und einen
Brand oder eine Explosion
verursachen.
Die zu besprühenden Teile und die Bediener im
Sprühbereich müssen ordnungsgemäß geerdet sein.
Die zu besprühenden Teile müssen auf ordnungsgemäß
geerdeten Förderbändern oder Aufhängungen gelagert
werden. Der Widerstand zwischen dem Teil und der
Erdung darf 1 Meg Ohm nicht überschreiten. (Siehe
NFPA 33, EN 16985.)
Die Bediener müssen geerdet sein. Erdungsbänder an
Handgelenken oder Beinen können verwendet werden,
um einen ausreichenden Erdkontakt zu gewährleisten.
Das vom Bediener zu verwendende Schuhwerk muss
der Norm EN ISO 20344 entsprechen, wobei der
Widerstand 100 Meg Ohm nicht überschreiten darf. Die
Schutzkleidung, einschließlich der Handschuhe, sollte der
Norm EN 1149-5 entsprechen, wobei der Widerstand 100
Meg Ohm nicht überschreiten darf.
Die Bediener dürfen keine ungeerdeten
Metallgegenstände tragen oder mit sich führen.
Bei der Verwendung einer elektrostatischen Handpistole
müssen die Bediener den Kontakt mit dem Gri
des Applikators durch leitfähige Handschuhe oder
Handschuhe mit ausgeschnittenem Handächenteil
sicherstellen.
HINWEIS: SIEHE NFPA 33, EN 16985 ODER
LÄNDERSPEZIFISCHE SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
BEZÜGLICH DER KORREKTEN ERDUNG DES BEDIENERS.
Alle elektrisch leitenden Gegenstände im Spritzbereich,
mit Ausnahme derjenigen, die aufgrund des Verfahrens
unter Hochspannung stehen müssen, müssen geerdet
werden. Im Spritzbereich muss ein geerdeter, leitfähiger
Boden vorhanden sein.
Schalten Sie vor dem Spülen, Reinigen oder Arbeiten an
der Sprühanlage immer die Stromzufuhr ab.
Sofern nicht ausdrücklich für den Einsatz in
explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen,
müssen alle elektrischen Geräte außerhalb von
explosionsgefährdeten Bereichen gemäß NFPA 33 oder
den entsprechenden Landesvorschriften aufgestellt
werden.
Vermeiden Sie die Installation eines Applikators in einem
Flüssigkeitssystem, in dem die Lösungsmittelversorgung
nicht geerdet ist.
Berühren Sie die Elektrode des Applikators nicht, solange
sie unter Strom steht.
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SICHERHEIT
BEREICH
Gibt an, wo die
Gefahr auftreten kann
GEFÄHRDUNG
Gibt an, worin die Gefahr
besteht
SCHUTZMASSNAHMEN
Gibt an, wie man die Gefahr vermeiden kann
Elektrische
Ausrüstung Elektrische Entladung
Bei diesem Prozess werden
Hochspannungsgeräte
eingesetzt. In der Nähe von
brennbaren oder brennbaren
Materialien kann es zu
Lichtbögen kommen. Das
Personal ist bei Betrieb und
Wartung Hochspannung
ausgesetzt.
Der Schutz gegen
unbeabsichtigte Lichtbögen,
die einen Brand oder eine
Explosion verursachen können,
geht verloren, wenn die
Sicherheitsschaltungen während
des Betriebs deaktiviert werden.
Häuges Abschalten der
Stromversorgung weist auf ein
Problem im System hin, das
behoben werden muss.
Ein elektrischer Lichtbogen
kann Beschichtungsmaterialien
entzünden und einen
Brand oder eine Explosion
verursachen.
Sofern nicht ausdrücklich für den Einsatz in
explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen, müssen die
Stromversorgung, der Schaltschrank und alle anderen
elektrischen Geräte außerhalb von explosionsgefährdeten
Bereichen gemäß NFPA 33 und EN 16985 untergebracht
werden.
Schalten Sie die Stromversorgung aus, bevor Sie
Arbeiten an die Ausrüstung.
Nur in Bereichen testen, die frei von entammbaren oder
brennbaren Materialien sind.
Für die Prüfung muss möglicherweise Hochspannung
anliegen, aber nur wie vorgeschrieben.
Die Produktion sollte niemals mit der Sicherheit
schaltungen deaktiviert.
Vergewissern Sie sich vor dem Einschalten der
Hochspannung, dass sich keine Gegenstände im Bereich
der Funkenbildung benden.
Toxische
Substanzen Chemische Gefährdung
Bestimmte Materialien können
schädlich sein, wenn sie
eingeatmet werden oder mit der
Haut in Berührung kommen.
Befolgen Sie die Anforderungen des Sicherheitsdatenblatts
des Herstellers des Beschichtungsmaterials.
Es muss eine angemessene Absaugung vorhanden sein, um
die Luft frei von Ansammlungen giftiger Stoe zu halten.
Bezugnahme auf EN 12215 oder den geltenden Code.
Verwenden Sie eine Maske oder ein Atemschutzgerät,
wenn die Möglichkeit besteht, verspritzte Materialien
einzuatmen. Die Maske muss mit dem zu versprühenden
Material und dessen Konzentration kompatibel sein. Die
Ausrüstung muss den Vorschriften eines Arbeitshygienikers
oder Sicherheitsexperten entsprechen und von der NIOSH
zugelassen sein.
Sprühbereich Explosionsgefahr –
Unverträgliche Materialien
Halogenierte
Kohlenwasserstoösungsmittel
zum Beispiel:
Methylenchlorid und 1,1,1, –
Trichlorethan sind chemisch
nicht mit dem Aluminium
kompatibel, das in vielen
Systemkomponenten verwendet
werden könnte. Die chemische
Reaktion, die durch die Reaktion
dieser Lösungsmittel mit
Aluminium verursacht wird,
kann heftig sein und zu einer
Geräteexplosion führen.
Bei Sprühgeräten müssen Einlassttings aus Aluminium
durch solche aus rostfreiem Stahl ersetzt werden.
Aluminium wird häug in anderen Sprühgeräten
verwendet, z. B. in Materialpumpen, Reglern,
Auslöseventilen usw. Halogenkohlenwasserstohaltige
Lösungsmittel dürfen beim Spritzen, Spülen oder
Reinigen niemals mit Aluminiumgeräten verwendet
werden. Lesen Sie das Etikett oder Datenblatt des
Materials, das Sie sprühen möchten. Wenden Sie sich
im Zweifelsfall an Ihren Beschichtungslieferanten,
wenn Sie nicht sicher sind, ob ein Beschichtungs – oder
Reinigungsmaterial verträglich ist oder nicht. Jede andere
Art von Lösungsmittel kann mit Aluminiumgeräten
verwendet werden.
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EU-KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
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WARNUNG
DBerühren, trennen oder manipulieren Sie keine elektrischen Anschlüsse oder Geräte, während das
System in Betrieb ist unter Strom. Der Haupttrennschalter auf der rechten Seite des Controllers kann
gesperrt werden, und für elektrische Arbeiten innerhalb des Controllers müssen geeignete Lockout-
Tagout-Verfahren (LOTO) verwendet werden. Ist dies zum Zweck der Diagnose und Fehlerbehebung unter
Betriebsbedingungen nicht möglich, dürfen die Arbeiten nur von Elektrofachkräften durchgeführt werden.
NOTIZ
DBei der Erstinbetriebnahme des Geräts und in regelmäßigen Abständen während der gesamten
Lebensdauer des Geräts müssen alle Flüssigkeitsanschlüsse einer Sichtprüfung auf Undichtigkeiten
unterzogen werden. In regelmäßigen Abständen müssen alle Teile dieser Ausrüstung einer Sichtprüfung
auf Anzeichen einer oensichtlichen Beeinträchtigung aufgrund von Chemikalien oder anderen
Bedingungen in der Umgebung, in der die Ausrüstung installiert ist, unterzogen werden.
VORSICHT
Betreiben Sie den RM2 nicht, bevor Sie diesen Abschnitt gelesen haben.
WARNUNG
Örtliche Vorschriften erfordern möglicherweise die Installation von Brandbekämpfungsgeräten dort, wo das
Gerät betrieben wird.
WARNUNG
Um ein mögliches Verschütten von Chemikalien zu verhindern, wenn das Personal nicht vor Ort ist, müssen
die Luft – und Flüssigkeitszufuhr für die Ausrüstung deaktiviert werden, wenn die Ausrüstung über einen
längeren Zeitraum im Leerlauf ist, z. B. bei Abschaltung am Ende des Arbeitstages usw.
SICHERHEIT
77-3153-R3 (07/2023)11/180www.carlisleft.com
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Möglicherweise benden sich einige an dieses Gerät angeschlossene Sensoren, Schalter oder andere
Zusatzgeräte in der Nähe von brennbaren Gasen und Dämpfen. Alle diese Geräte müssen über eigensichere
oder Zener-Barrieren angeschlossen werden und werden als „einfache Geräte“ eingestuft oder sind selbst für
den Einsatz in diesen Bereichen zugelassen
ZUSÄTZLICHE SICHERHEITSINFORMATIONEN
Der RM2 verfügt über einen Not-Aus-Taster (E-Stop) am Hauptbedienfeld, der im Lieferumfang des
Geräts enthalten ist. Im Falle einer Sicherheitsstörung werden alle Vorgänge des RM2 angehalten,
alle Magnetausgänge werden abgeschaltet und alle Drucksteuersignale gehen auf null psi/BAR. Die
Wiederherstellung aus diesem Zustand erfordert, dass der Benutzer Material nachlädt, um alle Magnetventile
usw. zurückzusetzen, bevor der Betrieb wieder aufgenommen wird.
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EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
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1
RM2 NIEDRIGER DRUCK
Das Niederdruck-RM2-Modell lässt sich leicht anhand der Flüssigkeitstafel ermitteln. Der Niederdruck-RM2
verfügt über eine Abgabepumpe (1) auf der rechten Seite der Flüssigkeitsplatte. Verwenden Sie diesen
Buchabschnitt, wenn Ihr RM2 über diesen Pumpentyp verfügt.
EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
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EINFÜHRUNG
Das RM2-System ist darauf ausgelegt, die meisten Zweikomponenten – (2K) und Einkomponenten-Lacke
(1K) präzise zu mischen. Es versorgt jede manuelle oder automatische Niederdruck-Spritzpistole und kann
problemlos sehr niedrige Durchussraten oder Materialien mit hohem Verhältnis (mehr als 20:1) verarbeiten.
Das System verwendet eine Echtzeit-Dosierung, um das Verhältnis von Harz und Härter genau zu dosieren
und zu mischen, unabhängig von schwankenden Durchussraten, wie sie bei realen Farbanwendungen wie
Auslaufen oder schnellem Auslösen mit manuellen Pistolen auftreten.
Das System lässt sich einfach über einen 10-Zoll-Touchscreen einrichten und bedienen. Der Zugri auf
Systemparameter und Nutzungsdaten ist durch einen Passwortschutz eingeschränkt.
RM2-Systeme sind mit vielen Optionen und Zubehör kongurierbar:
Bis zu 7 Lackfarben
Ein Härter-Durchusssensor
Pistolenspülkästen
Sockelständer
Stapellicht (im Lieferumfang enthalten)
Zerstäuberluftabschaltung (im Lieferumfang enthalten)
Möglichkeit für eine zweite Wae (im Lieferumfang enthalten)
MERKMALE
Das RM2-System verfügt über einzigartige Funktionen, die überragende Vorteile bieten:
Kontinuierlicher Durchuss–Der Mischverteiler ist so konzipiert, dass er die Mischqualität optimiert und
das Innenvolumen minimiert, indem er kontinuierlich Harz (Komponente A) und Härter (Komponente B)
erhält.
Präzise Dosierung—Die Steuerung und Positionierung der B-Dosierpumpe ist präzise. Ein elektronisch
gesteuerter Schrittmotor mit integriertem Linearantrieb ermöglicht eine Abgabe von 2 cm³ bis 600 cm³ pro
Minute und Verhältnisse von 1:1 bis 100:1, abhängig von der gewählten Pumpengröße. Verhältnistoleranzen
bis zu 1 % sind möglich.
Benutzerfreundlichkeit—Die Touchscreen-Benutzeroberäche ist leicht zu erlernen und ezient zu
bedienen. Es ermöglicht die Steuerung des Systems mit wenigen Handgrien sowie Echtzeitdaten und eine
umfassende Fehlerbehebung bei Alarmen.
Leicht kongurierbarVerwenden Sie bis zu sieben verschiedene Lackharze und bis zu zwei
Spritzpistolen. Spülkästen, Zerstäuberluftsteuerung und weitere Optionen und Zubehör können jederzeit
hinzugefügt werden.
Programmierbare Spülung—Legen Sie einzigartige Spüloptionen fest, die speziell auf den Materialbedarf
zugeschnitten sind.
Montageoptionen—Das System kann an einer Wand montiert und in einen vorhandenen Arbeitsbereich
integriert werden, oder es kann mit einem verfügbaren Standfuß am Boden verschraubt werden.
Alarmwarnungen—Das Alarmsystem warnt den Benutzer vor Systemfehlern und schlägt mögliche
Lösungen vor. Hilfebildschirme bieten Informationen zur Fehlerbehebung, um Systemalarme zu beheben.
Modulares Design—Unterbaugruppen können für Wartungs – und Reparaturarbeiten einfach und schnell
entfernt werden.
EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
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SYSTEMKOMPONENTEN
1. Schalttafel
2. Flüssigkeitskontrollmodul
3. Mischverteiler
4. Sockel (optional)
SCHALTTAFEL
Externe Komponenten
1. Statusleuchte
2. Hauptstromeingang
3. Hauptstrom-Trennschalter
4. Verriegelung zum Önen der Platte
5. Notaus-Knopf
6. HMI
4
1
2
3
1
2
3
6
5
4
EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
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3
4
5
6
7
8
2
9
1
16
17
7
1
6 12
5
4
3
Interne Komponenten
1. Magnetstapel
2. USB-Stick
3. Linearantrieb
4. Luftstromschalter
5. Anschluss für den Hauptstrom-
Trennschalter
6. Verbindung zur Statusleuchte
7. Anschluss an HMI und Not-Aus-Taste
8. HMI (intern)
9. IO-Block
10. 24-V-DC-Leistungsschalter
11. 24VDC-Stromversorgung
12. Hauptstromschutzschalter
FLÜSSIGKEITSSTEUERMODUL
1. Lösungsmittelspülventil
2. Anschluss für den Lösungsmitteleingang
3. Lufteingangsanschluss
4. Luftdruckventil
5. Komponente-A-Eingangsanschluss (x1)
6. Anschluss an Magnetspulen (x1)
7. Flüssigkeitsventile (x1)
8. Komponente A Durchussmesser
9. Anschluss an Mixmodul
10. Komponenten-Ausgabepumpe
11. Eingangsanschluss für Komponente B
12. Ausgang Komponente B (zum
Mischverteiler)
13. Zerstäubungsluft aus
MISCHVERTEILER
14. Mischblock
15. Statisches Mischrohr
16. 2-Pistolen-Verteiler (optional)
17. Verbindung zur Pistole (x1)
11 10 9
8
2
12
10
11
13
14
15
EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
77-3153-R3 (07/2023)17/180www.carlisleft.com
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1
2
3
4
SYSTEMKONFIGURATION
Luftversorgung
Lösungsmittelversorgung
Material A-Linien
Material B-Leitungen
Gemischte Materiallinien
1. Ventilblock-Magnetverteiler
2. Material Ein Ventilstapel
3. Materialabgabepumpe
4. Mischverteiler
EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
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THEORIE DER ARBEITSWEISE
Das Funktionsprinzip des RM2 ist wie folgt:
1. Das Material wird durch die Schläuche zu den Materialventilen im Farbstapel und zur Härter-
Dosierpumpe geleitet.
2. Der Farbstapel und das Harz ermöglichen eine Ventilsteuerung des Materialusses auf der
Harzseite. Die Dosierpumpe steuert den Materialuss des Härters.
3. Luftstromschalter werden verwendet, um zu erkennen, dass der Bediener den Sprühapplikator geönet
hat. Das Signal wird der Systemsteuerung zugeführt.
4. Die Materialventile sind normalerweise geschlossen. Wenn ein Materialuss erforderlich ist, önet die
Systemsteuerung das Farbventil über den dafür vorgesehenen Magneten.
5. Das Harzmaterial ießt von den Ventilen zum Durchussmesser und sendet ein Signal an das
Bedienfeld Geben Sie die aktuelle Durchussrate des Materials an.
6. Die Steuerung bestimmt, mit welcher Durchussrate die Dosierpumpe den Härter dosieren muss, um den
Benutzersollwert für das Verhältnis zu erreichen. Weitere Informationen zur Bedienung der Dosierpumpe
nden Sie auf Seite 52.
EINFÜHRUNGRM2 NIEDERDRUCK
77-3153-R3 (07/2023)19/180www.carlisleft.com
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7. Das Material gelangt zum Mischblock, wo die einzelnen Komponenten vor dem statischen Mischer
eingebracht werden. Das Harz gelangt über ein Harzfreigabeventil in den Mischblock und der Härter über
ein Einspritzventil.
8. Die Materialien ießen durch den Mischblock und durch einen statischen Mischer zum Einlassanschluss
des Applikators.
9. Bei Bedarf kann das System nur über das Lösungsmittelventil am Farbstapel gespült werden.
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